Sternenweg trifft Schule – Mutiges Grundschulprojekt begeistert Kinder, Eltern und Lehrerinnen

Drei intensive Projekttage, viele bewegende Gespräche und eine große Portion Offenheit: Unter dem Titel „Sternenweg trifft Schule“ haben unsere dritten Klassen ein besonderes Unterrichtsprojekt durchgeführt. Angelehnt ist dies an das bundesweite Projekt „Hospiz macht Schule“, das Kindern einen sensiblen und altersgerechten Zugang zu den Themen Krankheit, Tod und Trost ermöglicht.

Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des ambulanten Hospizdienstes Sternenweg. Gemeinsam mit den Klassenlehrerinnen gestalteten sie drei Projekttage mit jeweils fünf Stunden Unterricht, die sich behutsam und kindgerecht mit existenziellen Fragen auseinandersetzten.

Jeder Projekttag begann mit einem gemeinsamen Morgenkreis und einem Lied, das Gemeinschaft und Vertrauen stärkte. Am ersten Tag stand das Thema „Krankheit und Leid“ im Mittelpunkt. In Kleingruppen tauschten sich die Kinder über eigene Erfahrungen aus und stellten viele Fragen. Das Bilderbuch „Ein Rucksack voller Glück“ half dabei, schwierige Inhalte verständlich und einfühlsam zu vermitteln. Es wurden Steine und Federn beschriftet, symbolisch für die einfachen und schweren Dinge im Leben.

Der zweite Tag widmete sich dem Thema „Tod und Sterben“. Auch hier arbeiteten die Kinder in Kleingruppen und näherten sich dem Thema kreativ und behutsam. Unter anderem wurde mit einem Film von Checker Tobi gearbeitet, der kindgerecht Fragen rund um das Sterben und den Tod aufgreift. Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich offen, interessiert und stellten zahlreiche durchdachte Fragen.

Am dritten Tag ging es um „Trost und Hoffnung“. Die Kinder schrieben Briefe, gestalteten Bilder und überlegten gemeinsam, wie man anderen in schweren Zeiten beistehen kann. Dabei wurde deutlich, wie feinfühlig und empathisch bereits Grundschulkinder mit diesen ihemen umgehen können, wenn man ihnen Raum und Zeit gibt.

Den Abschluss der Projekttage bildete ein Elternnachmittag. Dort präsentierten die Kinder stolz die Ergebnisse ihrer Arbeit aus den drei Tagen. Bereits im Vorfeld hatte ein Elternabend stattgefunden, bei dem die Erziehungsberechtigten umfassend über Inhalte und Ziele des Projekts informiert wurden. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv – sowohl Eltern als auch Kinder zeigten sich begeistert von der offenen und zugleich behutsamen Herangehensweise.

Im Anschluss besuchte eine der Klassen zudem die St. Josephs Kapelle. Frau Schürmann, die Bestatterin vor Ort, zeigte den Kindern einen der Verabschiedungsräume sowie einen von Jugendlichen gestalteten Sarg. Im Anschluss stellen die Kinder Frau Schürmann und Oeventrops pensioniertem Pastor Ernst Thomas viele Fragen, die sie zuvor in der Schule gesammelt hatten.

Auch die Lehrerinnen zeigten sich tief beeindruckt – vom sensiblen Umgang der Kinder mit den Themen ebenso wie vom Engagement und der wertvollen Arbeit der Ehrenamtlichen des Hospizdienstes.

Angesichts der positiven Resonanz auf allen Seiten steht fest: „Sternenweg trifft Schule“ soll künftig fester Bestandteil des dritten Schuljahres an der GS Dinschede werden. „Das Sterben gehört zum Leben einfach dazu“, treffender als die Kinder hätten wir Erwachsene es nicht ausdrücken können.

Published On: 26. Februar 2026By Categories: Allgemein

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